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FESTL

eitrige
"A Eitrige mit an Bugl" ist im Würstelstandjargon eine Käsekrainer
mit Brotscherzl.
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Das Faschierte war ursprünglich ein Schabernack

Als Faschiertes bezeichnet man ein Fleisch, das durch die Faschiermaschine (in Deutschland Fleischwolf) gedreht worden ist. Es wird gewürzt, geformt und gebraten. Eine Farce ist etwas anderes. Darunter versteht man eine Fülle aus gehacktem Fleisch, Fisch, Wild, Geflügel, Gemüse, Ei, Gewürzen und ähnlichem. Aber etymologisch haben die beiden Wörter viel gemeinsam. Das im Faschierten steckende Grundwort, also Fasch, ist sogar im 19. Jahrhundert Farce geschrieben und farsch gesprochen worden. Und auch küchentechnisch ist ein Zusammenhang herstellbar. 

Das französische Wort farce bedeutet so viel wie „übermütiger Streich“ oder „Schabernack“, man denke an den Satz „Das ist eine Farce!“. Und so galt es einst als Scherz, ein Huhn oder einen Fisch mit einer würzigen Masse zu füllen, um die Speise auf diese Weise zu strecken.

Heute ist das Faschierte ein eigenes Gericht aus gehacktem und gewürztem Fleisch. Der Ausdruck ist erst um 1900 populär geworden. Davor findet man ihn meist kombiniert mit anderen Ausdrücken wie farschirte Carbonaden, gefüllter oder farschirter Rostbraten etc. Die Fleischlaibchen hießen noch Frica(n)dellen oder Fleischpflanzln. Als Fleischpflanzeln firmieren sie heute noch in Bayern. In anderen Gebieten des deutschen Sprachraums sagt man Bulette, Frikadelle, deutsches Beefsteak, Hamburger (Steak), Hacksteak oder Fleischküchle – so heißt die Speise auch in Vorarlberg.
 

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Wiener Krautfleckerl


Teigfleckerl gemäß Packungsanleitung bissfest kochen und abseihen.

Weißkrautkopf halbieren, den dicken Strunk entfernen, Kraut in 2 cm-Quadrate schneiden. Zwiebel schälen und fein schneiden, Fleckerl ...  » zum Rezept